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Das SPOG SSPHO Scientific Meeting 2026 in Lugano

An zwei Tagen stand der wissenschaftliche Austausch in der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie im Zentrum. Die Beiträge reichten von biologischen Grundlagenfragen über digitale Entwicklungen bis hin zu klinischer Versorgung.

Am 16. und 17. Januar 2026 trafen sich Fachpersonen aus der ganzen Schweiz zum SPOG SSPHO Scientific Meeting 2026 im Palazzo dei Congressi in Lugano. Die gemeinsam von der Schweizerischen Pädiatrischen Onkologie Gruppe (SPOG) und der Swiss Society of Pediatric Hematology and Oncology (SSPHO) organisierte Tagung bot erneut eine wichtige Plattform für wissenschaftlichen Austausch, Vernetzung und Nachwuchsförderung.

 

Aktuelle Forschung und klinische Herausforderungen im Fokus

Das zweitägige Programm umfasste zahlreiche Präsentationen und spiegelte die thematische Breite der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie wider. Zu den Höhepunkten der Tagung zählten drei Keynotes, die aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen beleuchteten.

Den Auftakt bildete der Vortrag von PD Dr. Brigitte Strahm (KJM Universitätsklinikum Freiburg) zu den Herausforderungen bei der Diagnose und Behandlung von myelodysplatischen Syndromen, eine seltene Gruppe von Bluterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Dr. med. Susan Halimeh (Gerinnungszentrum Rhein-Ruhr, Duisburg) zeigte in ihrer Präsentation, wie sich die Behandlung von Kindern mit Hämophilie entwickelt hat und wie heutige Konzepte der gemeinsamen Entscheidungsfindung zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie den Familien umgesetzt werden. In der dritten Keynote stellte Dr. Kendra Maass (Hopp Children’s Cancer Center Heidelberg) «liquid biopsies» vor. Diese Methode ermöglicht es, Krebs früh zu erkennen, Therapien zu überwachen und den Krankheitsverlauf zu kontrollieren.

 

Vielfalt an wissenschaftlichen Beiträgen

Darüber hinaus gaben Forschende aus den Mitgliedskliniken sowie der Universität Luzern, dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin ISPM der Universität Bern und dem Paul Scherrer Institut PSI spannende Einblicke in aktuelle Projekte und Studien. Die Beiträge reichten von Thromboserisiken bei Kindern mit akuter lymphoblastischer Leukämie, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft nach Krebs im Kindesalter über digitale Entwicklungen und Biobank-Infrastrukturen bis hin zu psychosozialen Fragen für Betroffene und ihre Familien.

Das Programmkomitee unter der Leitung von PD Dr. med. Nicolas Waespe stellte ein ansprechendes Programm mit drei Keynotes, neun Long Talks und elf Flash-Talks zusammen.

 

Nachwuchsförderung: SPOG Young Investigator Grant

Ein Themenblock war erneut dem wissenschaftlichen Nachwuchs gewidmet. Die Forschenden, die 2025 eine Unterstützung durch den Young Investigator Grant der SPOG erhalten haben, stellten ihre Arbeiten vor. In diesen ging es um Deep-Learning-gestützte Analysen von spezifischen Kinderhirntumoren und um die Untersuchung des Tumormikroumfelds bei Nierentumoren. Die ausgezeichneten Projekte zeigten eindrücklich die Innovationskraft der nächsten Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Eindrücke vom SPOG SSPHO Scientific Meeting 2026 in Lugano

Joint Scientific Meeting SPOG und SSPHO

Das Joint Scientific Meeting ist die gemeinsame wissenschaftliche Tagung der Schweizerischen Pädiatrischen Onkologie Gruppe (SPOG) und der Swiss Society of Pediatric Hematology and Oncology (SSPHO). Finanziert wird die Tagung durch Teilnahmegebühren und Beiträge von Partnern sowie Sponsoring. Wir danken den diesjährigen Sponsoren Norgine GmbH, Novo Nordisk Pharma AG, Recordati AG, INTERPHARMA und Alexion Pharma GmbH.

Veröffentlicht 20.01.2026
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Rodrigo Cerletti
Rodrigo Cerletti

Rodrigo Cerletti betreut Kommunikationsprojekte der SPOG und verantwortet den Spendenservice. Mit einem Master in Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie der Erfahrung als Journalist bringt er seine Schreibkompetenz ins Team ein.

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