Soeben hat die SPOG die internationale Therapiestudie INTER-EWING-1 an der ersten Mitgliedsklinik eröffnet. Die Studie will mit verbesserten Behandlungsmethoden die hohe Rückfallquote bei Menschen mit Ewing-Sarkom senken und die Überlebensrate erhöhen.
Das Ewing-Sarkom ist ein bösartiger Tumor, der meist Knochen befällt. Er tritt vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Es gab zwar Fortschritte in den letzten Jahren bei den Behandlungsmethoden, jedoch kommt der Krebs bei 30–40% der Patientinnen und Patienten zurück. Diese hohe Rückfallquote möchten die Forschenden mit der klinischen Studie INTER-EWING-1 senken und auch die Überlebensrate erhöhen. Dazu untersucht die Studie verbesserte Behandlungsmethoden.
Zusätzliche Chemotherapie und eine angepasste Bestrahlungsdosis
Die Ärztinnen und Ärzte erforschen, ob eine zusätzliche Chemotherapie am Ende der üblichen Chemotherapie, eine sogenannte Erhaltungschemotherapie, das Behandlungsergebnis verbessert. Gleichzeitig untersuchen sie, ob sich eine angepasste Bestrahlungsdosis positiv auswirkt. Ausserdem steht die Lebensqualität der Betroffenen im Fokus: Die Studie sieht dazu eine Befragung der Patientinnen und Patienten sowie der Eltern vor.
In der Schweiz werden jährlich ungefähr 10–15 Jugendliche und junge Erwachsene mit Ewing-Sarkom erwartet, die an INTER-EWING-1 teilnehmen könnten. Die SPOG ist erfreut, dass die Studie den Betroffenen ab sofort offensteht.
Weitere Informationen: INTER-EWING-1
Veröffentlicht 20.01.2026
Brigitte Casanova
Brigitte Casanova begleitet Kommunikationsprojekte der SPOG, als Germanistin ergänzt sie das naturwissenschaftlich ausgerichtete Team des Koordinationszentrums.
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