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Nationaler Forschungsschwerpunkt “Children & Cancer” stärkt die pädiatrische Onkologie in der Schweiz

Erstmals widmet sich ein Nationaler Forschungsschwerpunkt (NFS) gezielt der Bekämpfung von Kinderkrebs. Der NFS "Children & Cancer" schafft eine nationale Struktur für innovative Forschung, moderne Diagnostik und verbesserte Therapien für Kinder und Jugendliche mit Krebs.

Bundespräsident Guy Parmelin hat insgesamt sechs neue Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) lanciert, die strategisch wichtige Bereiche wie Medizin, Klima, Physik und Chemie abdecken. Der auf zwölf Jahre angelegte NFS “Children & Cancer” wird in der ersten Förderperiode 2026-2029 mit rund 17 Millionen Franken Bundesmitteln unterstützt. Die Gesamtmittel – gemeinsam getragen vom Bund und den Heiminstitutionen – belaufen sich auf rund 34 Millionen Franken. Der Forschungsschwerpunkt vereint die Universitäts-Kinderspitäler in Zürich und Lausanne mit über 30 Forschungsgruppen aus unterschiedlichen Disziplinen. Die SPOG ist als zentrale Partnerin eingebunden.

 

Neue Perspektiven für Kinder und Jugendliche mit Krebs

Der Forschungsschwerpunkt bündelt nationale Spitzenforschung, um wirksamere und zugleich schonendere Therapien für krebskranke Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Ein zentraler Baustein ist der Aufbau modernster diagnostischer Plattformen, insbesondere im Bereich der molekularen Multimodalitäts-Diagnostik. Dadurch erhalten die jungen Patientinnen und Patienten schweizweit Zugang zu hochpräzisen Diagnosen und stärker personalisierten Behandlungen.

Zusätzlich werden neue therapeutische Strategien erforscht, etwa durch gezielte Beeinflussung des Tumorstoffwechsels oder durch die Nutzung des Immunsystems. Diese Massnahmen bilden die Grundlage, um Behandlungskonzepte noch effektiver, schonender und patientenfreundlicher zu gestalten.

“Der NFS ‘Children & Cancer’ schafft neue Perspektiven für Kinder und Jugendliche mit Krebs in der Schweiz. Durch modernste Diagnostik und innovative Therapieansätze wollen wir Heilungschancen verbessern, Nebenwirkungen reduzieren und Langzeitfolgen verringern”, sagt Prof. Dr. med. Dr. phil. Raffaele Renella, Leiter Abteilung Pädiatrische Hämatologie-Onkologie am CHUV, Co-Direktor des NFS “Children & Cancer” und Mitglied des SPOG-Boards.

 

Strategische Stärkung des Forschungsstandorts Schweiz

Für den Forschungsstandort Schweiz bedeutet der NFS eine strategische Stärkung. Er positioniert die Schweiz als führende internationale Partnerin in der pädiatrischen Onkologie und ermöglicht die Teilnahme an grossen Konsortien in Europa, den USA und Asien. So lassen sich bei seltenen Erkrankungen kritische Fallzahlen erreichen und hochspezialisierte Therapiekonzepte können weiterentwickelt werden.

“Mit diesem Nationalen Forschungsschwerpunkt stärken wir die internationale Position der Schweiz in der pädiatrischen Onkologie nachhaltig. Der zwölfjährige Horizont schafft die Grundlage für ein nationales Kompetenzzentrum, das Forschung, Innovation und klinische Versorgung langfristig verbindet”, betont Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Jean-Pierre Bourquin, Chefarzt und Abteilungsleiter Onkologie am Kinderspital Zürich und Co-Direktor des NFS “Children & Cancer”. Gleichzeitig fördert das Programm Technologietransfer, Industriepartnerschaften und die Attraktivität der Schweiz für hochqualifizierte Fachkräfte.

 

Bedeutung für die SPOG und ihre Mitglieder

Für die SPOG bedeutet der NFS eine vertiefte nationale Forschungsintegration. Als wichtige klinische Partnerin ist die Organisation in die Netzwerkstruktur eingebunden und trägt wesentlich zur klinischen Translation der Forschungsergebnisse in die Praxis bei.

Für die SPOG-Mitglieder eröffnet dies Zugang zu erweiterten Forschungsinfrastrukturen, innovativen Studien, präziseren Diagnostikplattformen sowie zu internationalen Kooperationen.

Die SPOG unterstützt den NFS insbesondere im Bereich “Klinische Studien und Patientenzugang”. Dazu gehören die Rekrutierung und Betreuung von Patient:innen in Forschungs- und Therapieprojekten, unter anderem in der KidsCan-01-Studie, die Bereitstellung hochwertiger klinischer Daten sowie die nationale Vernetzung zwischen Behandlungszentren. Auch die Einbindung von Patientinnen, Patienten und Familien sowie die transparente Kommunikation über Forschung in der pädiatrischen Onkologie sind zentrale Anliegen.

Der Nationale Forschungsschwerpunkt “Children & Cancer” ist damit ein bedeutender Schritt zur nachhaltigen Weiterentwicklung der pädiatrischen Onkologie in der Schweiz. Die SPOG freut sich auf die enge Zusammenarbeit mit allen beteiligten Partnerinstitutionen.

Veröffentlicht 13.02.2026
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Gina Eggenschwiler
Gina Eggenschwiler

Gina Eggenschwiler ist für die Kommunikation der SPOG verantwortlich und bringt einen reichen Erfahrungsschatz im Marketing mit. Ihr Steckenpferd sind Kommunikationskampagnen.

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